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Ein Schwarzspitzenhai gleitet durch klares blaues Wasser am Tauchplatz Aliwal Shoal vor Umkomaas, KwaZulu-Natal, Südafrika.Borut Furlan, CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons
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Beste Reisezeit

Juli bis November für die Ansammlungen der Sandtigerhaie („Raggies“); ozeanische Schwarzspitzenhaie ganzjährig und Tigerhaie vor allem in den Sommermonaten (etwa November bis Mai).

Etwa 5 km vor der verschlafenen Südküstenstadt Umkomaas gelegen, ist Aliwal Shoal kein Korallenriff, sondern der Überrest einer uralten Küstenlinie: ein Äolianit (versteinerte Sanddüne), der vermutlich aus dem späten Pleistozän stammt und heute mit Hart- und Weichkorallen, Schwämmen und subtropischen Fischen überkrustet ist. Seinen Namen verdankt es dem Dreimaster Aliwal, der 1849 unter Kapitän James Anderson nur knapp der Strandung am Riff entging. Erwärmt durch den zügig fließenden Agulhasstrom und meist zwischen 5 und 25 m betaucht, gilt das Riff weithin als eines der besten Tauchreviere Südafrikas und wird oft zu den zehn besten der Welt gezählt.

Der eigentliche Ruhm des Riffs sind seine Haie. Von Juli bis November versammeln sich Sandtigerhaie („raggies“) in bemerkenswerter Zahl, wobei Taucher regelmäßig 50 bis 60 auf einmal melden. Aliwal Shoal ist zudem einer der weltweit relativ wenigen Orte, die käfiglose Köder-Haitauchgänge im offenen Wasser anbieten, durchgeführt von Anbietern mit Haitauch-Genehmigungen des Department of Environmental Affairs: Großen Schwarzspitzenhaien begegnet man ganzjährig und Tigerhaien vor allem im Sommer, während auch Zambezi- (Bullen-)Haie, Hammerhaie und gelegentlich ein Walhai vorbeiziehen. Zwei zugängliche Wracks erhöhen den Reiz, beide in weniger als 30 m Wassertiefe: die SS Nebo, die 1884 sank, und der norwegische Massengutfrachter MV Produce, der 1974 verloren ging.

Der Ort liegt innerhalb der Aliwal Shoal Marine Protected Area, die erstmals im Juni 2004 unter dem Marine Living Resources Act ausgewiesen und dann unter dem National Environmental Management: Protected Areas Act mit Wirkung von 2019 neu erklärt und stark auf rund 670 km² zwischen den Mündungen des Lovu (Illovo) und des Mzimayi vergrößert wurde. Ihre Zonierung schützt bedeutende Tiefenriffe und die historischen Laichgründe überfischter Meerbrassen, neben Sandtiger-, Tiger- und Schwarzspitzenhaien. Umkomaas liegt weit südlich der begrenzten Malariazone von KwaZulu-Natal nahe der Grenze zu Mosambik, sodass das Gebiet malariafrei ist.

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